Resilienz bei Kindern

Eine Krise ist die Ausgangslage für Resilienz-Erfahrungen. Die augenblickliche Zeit der Isolierung und Verlangsamung gibt uns Gelegenheit darauf zu achten, welche Fähigkeiten wir mobilisieren, um mit dieser ungeahnten Situation fertig zu werden.

 

Resilienz hat man nicht durch Erbanlagen. Resilienz ist erlernbar. Das jedenfalls sind die Erkenntnisse der amerikanischen Forscherin Emmy Werner, die mit ihrem Team fast 700 Kinder des Jahrgangs 1955 über 40 Jahre seit ihrer Geburt beobachtete und testete. Sie fand u.a. heraus: Eigenschaften wie Zuversicht im Leben, Humor, Kommunikationsbereitschaft oder die Fähigkeit, das halb volle Glas (statt dem halb leeren) zu erkennen, begünstigen die Entwicklung von Resilienz – widerstandsfähig sein trotz widriger Umstände. Und von besonderer Bedeutung sind auch vertraute Menschen, Familienmitglieder, Erzieher*innen und Lehrer*innen, als besondere Wegbegleiter*innen, Menschen, die Schutz und Sicherheit vermitteln und empathisch auf besondere Erlebnisse des Kindes/des Menschen reagieren und somit ihre Integration unterstützen.

 

Bezogen auf die Kita-Pädagogik ist es unerlässlich, Resilienz-Erfahrungen an die Kinder zurückzumelden. Die wunderbaren Lerngeschickten der LED zählen zum Handwerkszeug erster Wahl der Erzieherin/des Erziehers: die Fachkraft beobachtet, wie ein Kind eine Herausforderung bewältigt und beschreibt diese Situation unter Hervorhebung der Lern- und Bewältigungsstrategien des Kindes (Lerndispositionen).

 

Doch: wie kann das in Zeiten des Betretungsverbots für Kinder gehen? Und weiter gedacht – beginnt die große „Krisenbewältigung“ ab dem ersten Öffnungstag nach der Corona-Schließzeit? Kann das jetzt schon vorbereitet werden? Dafür geben wir nachfolgend Anregungen und zeigen Best-Practice-Beispiele…