Aus unserer Bibliothek

Wer einmal über Bremen hinaus gen Süden schauen möchte und lesen, wie andere Bundesländer es mit dem Übergang von der Kita in die Grundschule halten, dem sei das Buch: „Kindergarten und Grundschule auf dem Weg zur Intensivkooperation“ von Constanze Koslowski empfohlen. Es kann in unserer Bibliothek eingesehen und ausgeliehen werden.

Aus dem mehrjährigen Projekt „Bildungshaus 3-10“, das in dem Buch vorgestellt wird, und wissenschaftlich begleitet wurde, sind 10 zentrale Themen herausgefiltert worden, die für eine gelingende Kooperation als unerlässlich erachtet werden. Auch wenn jede Kooperation ihre eigenen Stolpersteine und Besonderheiten hat, so sind doch immer wieder dieselben Themen zu finden. Nicht immer an gleicher Stelle, manche Teams bearbeiten das eine gleich zu Anfang, andere erst später, doch die Erfahrung der wissenschaftlichen Begleitung zeigt, dass bestimmte Themen immer aufkommen. Und genau für diese Themen gibt es nun Bearbeitungsvorschläge in Form von Kopiervorlagen inkl. methodischer Vorschläge.

Beim ersten Thema geht es um Kooperation und deren Verbindlichkeit, denn Verbindlichkeit ist die Basis für kooperative Entwicklungsschritte. So wird die Schlüsselfrage gestellt: Können wir „Ja“ sagen zu verbindlichen Kooperationsbeziehungen? Und um dieses „Ja“ begründet zu bestätigen, müssen vorher im eigenen Team die eigene Position und die mit der Kooperation verbundenen Ziele geklärt werden. Auch die zeitlichen Ressourcen, die unterschiedlich sein können, müssen im Vorfeld klar sein, ebenso evtl. Bedingungen, die gestellt werden, damit alle im Team „Ja“ sagen können. Erst in einem zweiten Schritt treffen sich nun die Kooperationspartner, erläutern sich gegenseitig die Motivation, die Bedenken und Bedingungen für eine Kooperation, erarbeiten daraus erste Schritte der Annäherung und würdigen den ersten Schritt der Kooperationsvereinbarung, beispielsweise mit einem gemeinsamen Kuchenessen.

So werden für jedes der 10 Themen Schlüsselfragen gestellt und mögliche Wege der Bearbeitung aufgezeigt. Unabhängig davon, ob nun jeder Schritt so mitgegangen wird, alle vorgeschlagenen Fragen diskutiert werden, wird vor allem deutlich, dass eine Kooperation nicht eben mal so aus dem Boden gestampft werden kann, sondern Zeit, Mühen und Bereitschaft von beiden Seiten braucht, um gelingen und gewinnbringend für alle Beteiligten sein zu können.