Mein Weg geht erstmal anders weiter

Nach sechs Jahren und sieben Monaten verlasse ich die Beratungsstelle. In den Jahren durfte ich viele wertvolle Begegnungen erleben, durch die Gremienarbeit ein wenig politische Luft schnuppern und lernen, wie wichtig Kooperationen, Vernetzung und Zusammenarbeit ist, um gemeinsam Dinge zu erreichen. Während ich anfangs vor allem für die Beratung der Vorstände zuständig war und viele interessante Austausch-Treffen für Vorstände geleitet habe, kam vor einigen Jahren eine halbe Stelle als Sprach-Fachberatung dazu. Hier hatte ich neben eigenen Fortbildungen vor allem die Gelegenheit, zusammen mit Wibke Preuß Inhalte ganz nach den Bedarfen der Elternvereine zu konzipieren. Wir haben regelmäßig Fortbildungen mit externen Referenten organisiert und durchgeführt, hier sind vor allem die Fortbildungen mit Tina de Boer zu Gebärden und Bindung zu nennen. Ich habe eine Teamfortbildung konzipiert und damit die Fachkräfte aus insgesamt  über 20 Einrichtungen erreicht. Wir haben den kollegialen Austausch Sprache (kAS) ins Leben gerufen, den Wibke Preuß nahtlos weiterführen wird. Und wir haben zu den Materialpaketen Kurz-Fortbildungen gegeben, die es auch weiterhin geben wird. Gerne bin ich auch immer wieder in Einrichtungen gegangen, um Kindbeobachtungen zu sprachlichen Fragen durchzuführen. Einmal wieder an der Basis zu sein, wenn auch nur für ein paar Stunden, war gut, um die Praxis immer wieder zu erleben.

 

In den Jahren habe ich neben der Arbeit auch immer noch studiert, erst mein Soziologie-Studium zu Ende gemacht, dann ein Mediations-Studium absolviert und zuletzt den Master in Bildungs- und Erziehungswissenschaften abgeschlossen. Thema meiner Masterarbeit waren nachhaltiges Lernen und Aspekte der Partizipation und Motivation, die dabei eine große Rolle spielen. Dies ist auch aus der Arbeit hier entstanden, da die Bedeutung von Partizipation und Motivation und das Wissen, wie Lernen funktioniert, auch im Kita-Bereich ganz wesentliche Grundsteine für eine gute Begleitung der Kinder sind.

Neben der Wichtigkeit von Vernetzung und Kooperation in unterschiedlichsten Gremien und zu unterschiedlichsten Belangen habe ich vor allem entdeckt, wie gerne ich Fortbildungen gebe, und möchte dies in meiner beruflichen Zukunft verstärkt anbieten. Nun aber werde ich mit meiner Familie Bremen zunächst verlassen, andere und neue Wege beschreiten und bedanke mich ganz herzlich bei allen, mit denen ich zusammenarbeiten und diskutieren durfte, für den gemeinsamen Weg der letzten Jahre.

Wibke Hansen