Organisierte Elternmitwirkung

Die Zentrale Elternvertretung hat uns darum gebeten, die aktuell gewählten Gesamtelternvertreter/innen der Elternvereine zu benennen. Da uns derzeit keine Vertreter/innen aus Elternvereinen für die ZEV bekannt sind, regen wir die Eltern in Elternvereinen an, diese politische Beteiligungsform zu nutzen und Interessenten zu benennen.

Der organisierten Elternmitwirkung in der Stadtgemeinde Bremen liegt die Richtlinie zur Zusammenarbeit mit Elterngremien in Tageseinrichtungen für Kinder in der Stadtgemeinde Bremen (vom 23.09.2003) zugrunde. Die Stadtgemeinde Bremen geht davon aus, dass in jeder Kita zu Beginn des neuen Kindergartenjahres Gruppenelternsprecher gewählt werden. Seit Jahren wird seitens des Landesjugendamtes die Meinung vertreten, dass die Elternvereine hier eine Ausnahme bilden, da die Elternmitwirkung bzw. Elternbeteiligung von vornherein gegeben ist und somit eine organisierte Elternmitwirkung (durch Wahlen,…) nicht notwendig sei. Diese Annahme muss allerdings in Relation zur Entwicklung (Zunahme mehrgruppiger Elternvereine, Elternvereine mit mehreren Häusern) von Zeit zu Zeit überprüft werden.

Bei mehrgruppigen Kitas werden aus der Anzahl der Gruppenelternsprecher/innen die Beiratssprecher/innen gewählt, bei mehreren Häusern eines Trägers die Gesamtelternvertretung dieses Trägers. Die Gesamtelternvertretungen aller Träger entsenden für jedes angefangene Tausend der aufgenommenen Kinder eines Trägers eine/einen Vertreter/in in die Zentrale Elternvertretung (ZEV).

Eine besondere Regelung gibt es hier für Elternvereine. Als eine der beiden Dachorganisationen können wir die Benennung von 2 Vertreter/innen der Gesamtheit der Elternvereine unter unserem Dach (sie werden quasi als Plätze eines Trägers angesehen) für die ZEV anregen.

Die ZEV ist im Jugendhilfeausschuss vertreten und wird zum Beispiel bei Gesetzgebungsverfahren angehört. Weiterhin entfaltet sie Wirkung auf kinderpolitischer Ebene in der Stadtgemeinde Bremen. Aktuell hat sie einen Appell „für gute frühkindliche Bildung“ an die politisch verantwortlichen in Bremen gerichtet.